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Titelbild Kanzleimarketing

8. Steuersplitter

8. Steuersplitter

Bonusmeilen steuerpflichtig?

Nach einer jüngsten Entscheidung des Unabhängigen Finanzsenats in Graz ist der private Verbrauch von beruflich erworbenen Bonusmeilen als Vorteil aus dem Dienstverhältnis steuerpflichtig. Das Finanzministerium hat sich zur weiteren Vorgangsweise noch nicht geäußert.

Steuerbefreiung für Trinkgelder verfassungswidrig?

Nach Ansicht des Verfassungsgerichtshofes ist die unter Finanzminister Grasser eingeführte Steuerbefreiung für Trinkgelder möglicherweise verfassungswidrig. Das Höchstgericht hat ein Gesetzesprüfungsverfahren eingeleitet.

Regelbedarfsätze für Unterhaltsleistungen 2008

Der Unterhaltsabsetzbetrag von 25,50 € steht nur für jene Monate zu, in denen der volle Unterhalt geleistet wurde. In Fällen, in denen eine behördliche Festsetzung der Unterhaltsleistungen nicht vorliegt, sind die Regelbedarfsätze anzuwenden. Die monatlichen Regelbedarfsätze werden jährlich per 1. Juli angepasst. Damit für steuerliche Belange unterjährig keine unterschiedlichen Beträge zu berücksichtigen sind, sind die nunmehr gültigen Regelbedarfsätze für das gesamte Kalenderjahr 2008 heranzuziehen. Die Sätze haben sich seit 2004 wie folgt entwickelt:

Altersgruppe / Betrag in € 2008 2007 2006 2005 2004
bis 3 Jahre 170 167 164 160 157
bis 6 Jahre 217 213 209 204 200
bis 10 Jahre 280 275 270 264 258
bis 15 Jahre 321 315 309 302 296
bis 19 Jahre 377 370 363 355 348
bis 28 Jahre 474 465 457 447 438

Kammerumlage ab 2008 unverändert

Die Kammerumlage I für Mitglieder der Wirtschaftskammer beträgt ab 2008 unverändert 3,0 Promille. Sie wird von den in Rechnung gestellten Vorsteuer-, Einfuhrumsatzsteuer- bzw Erwerbsteuerbeträgen berechnet und entfällt bei Umsätzen unter € 150.000.

Die seit 1.1.2005 gültigen Zuschläge zum Dienstgeberbeitrag (DZ zum DB = Kammerumlage II) bleiben für 2008 nahezu unverändert (wobei Kärnten und Steiermark um 0,01% gesenkt haben) und betragen daher:

Bundesland 2008 Bundesland 2008 Bundesland 2008
Steiermark 0,41 % Salzburg 0,43 % Kärnten 0,41 %
Burgenland 0,44 % Niederösterreich 0,42 % Wien 0,40 %
Tirol 0,44 % Vorarlberg 0,39 % Oberösterreich 0,36 %

Rezeptgebührenobergrenze

Für Gewerbepensionisten und GSVG-Versicherte wird die jährliche Rezeptgebührenbelastung ab 1.1.2008 automatisch mit 2 % des Nettoeinkommens begrenzt. Überschreitet die Summe der abgerechneten Rezeptgebühren diese Grenze, tritt für das restliche Kalenderjahr eine Rezeptgebührenbefreiung ein, welche für den Arzt im e-card-System ersichtlich ist.

Euroeinführung

Ab 1.1.2008 gilt der Euro auch in Malta und Zypern und damit in insgesamt 15 EU-Staaten.

Landesabgabenordnungen laufen voraussichtlich mit 31.12.2009 aus

Völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit ist unlängst eine langjährige Forderung der Wirtschaftstreuhänder umgesetzt worden. Durch eine im Zuge des Finanzausgleichsgesetzes 2008 erfolgte Änderung des Finanz-Verfassungsgesetzes 1948 wurde die Gesetzgebungskompetenz für die von den Ländern und Gemeinden verwalteten Abgaben an den Bund übertragen. Die neue Bundeskompetenz tritt allerdings erst mit 1.1.2010 in Kraft. Bis dahin gelten die neun Landesabgabenordnungen weiter. Der Bund muss nun bis Ende 2009 entweder eine einheitliche Landesabgabenordnung erlassen oder die Bundesabgabenordnung an die länderspezifischen Erfordernisse anpassen. Man darf gespannt sein, welchen Weg der Bundesgesetzgeber gehen wird.

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